Bildung

Computer spielen? Na klar, aber richtig!

© Lars Frantzen: Girl Plays Pac Man, 2012. CC BY-SA 3.0.

Wenn es um Computerspiele geht, zeigen sich viele Eltern und Pädagogen verunsichert. Die Landesmedienanstalten unterstützen sie deshalb mit wertvollen Tipps zur Medienerziehung.

Teil 1: Informieren

In der digitalen Spielwelt lauern viel diskutierte Gefahren. Das Suchtpotenzial, Reaktionen von Kindern auf gewalttätige oder pornografische Inhalte und Kostenfallen sind dabei nicht selten Bestandteil der Debatten. Computerspiele gehören jedoch längst zur Jugendkultur. Die Kinder müssen deshalb lernen, ihr Spielverhalten kritisch zu reflektieren. Um Eltern und Lehrer dabei zu unterstützen, den Kindern kompetent zur Seite zu stehen, haben die Landesmedienanstalten eine Reihe von Informationsangeboten zusammengestellt.

In der digitalen Spielwelt lauern viel diskutierte Gefahren. Das Suchtpotenzial, Reaktionen von Kindern auf gewalttätige oder pornografische Inhalte und Kostenfallen sind dabei nicht selten Bestandteil der Debatten. Computerspiele gehören jedoch längst zur Jugendkultur. Die Kinder müssen deshalb lernen, ihr Spielverhalten kritisch zu reflektieren. Um Eltern und Lehrer dabei zu unterstützen, den Kindern kompetent zur Seite zu stehen, haben die Landesmedienanstalten eine Reihe von Informationsangeboten zusammengestellt.

Unterstützung von Pädagogen

Die Stiftung Medienpädagogik Bayern bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien unterstützt Bildungseinrichtungen, wie Schulen und Kindergärten, bei der Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen mit Referenten aus der Medienpädagogik. Computerspiele sind dabei ein möglicher Schwerpunkt, zu dem Fragen nach Gefahren, Chancen und Kostenfallen beantwortet werden. Auf der Internetseitewww.stiftung-medienpaedagogik-bayern.de stehen darüber hinaus verschiedene Informationsmaterialien bereit. In Nordrhein-Westfalen wird ein ähnliches Konzept mit dem Projekt „Eltern+Medien“ verfolgt. Unterwww.elternundmedien.de können sich Pädagogen mit dem Angebot vertraut machen. Auf der Internetseitewww.klicksafe.de/referentensuche kann darüber hinaus gezielt deutschlandweit nach Referenten gesucht werden.

Schulen werden jedoch nicht nur durch kompetentes Fachpersonal, sondern auch durch vielfältige Informationsmaterialien unterstützt. Dazu gehört die Handreichung „Elternabende Computerspiele“ der Initiative klicksafe, die praktische Hinweise für die Strukturierung medienpädagogischer Veranstaltungen zum Thema „Digitale Spielwelten“ gibt. Auf www.klicksafe.de/elternarbeit und www.klicksafe.de/themen/spielen/computerspielefinden sich weitere Informationen dazu. Darüber hinaus können Pädagogen das Unterrichtsmaterial „Was spielst du so?“ der Landesmedienanstalt Niedersachsen für die 7. und 8. Klasse der Realschule nutzen. Die Schüler sollen dabei lernen, ihren Medienkonsum zu hinterfragen und Kriterien für die Beurteilung von Computerspielen entwickeln und anwenden. Die Broschüre steht unter www.nlm.de/u-materialien-computer-spiele.html zum Download bereit.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen bietet mit dem Best-Practice-Kompass „Computerspiele im Unterricht“ ebenfalls Arbeitsblätter und Projektideen für Pädagogen an. Zudem erfreut sich „JAM! – Jugendliche als Medienforscher“ als Schulprojekt großer Beliebtheit, bei dem Jugendliche ihr Medienverhalten beobachten und auswerten. Ein Modul beschäftigt sich speziell mit der Thematik Computerspiele. Auf der Seite www.projekt-jam.de können Lehrer mehr Informationen zur Umsetzung einholen. Die Stiftung Medienpädagogik Bayern ergänzt dieses Angebot durch die Unterrichtseinheiten „Alles nur ein Computerspiel? Chancen und Risiken erkennen und einschätzen“ für Dritt- und Viertklässler und „Generation Games? Digitale Spiele diskutieren und reflektieren“ für die 8. und 9. Jahrgangsstufe.

Informationsmaterial für Eltern

Besonders die Eltern sind jedoch häufig verunsichert, wenn es um den Medienkonsum der Kinder geht. Die Flyer-Reihe „Mit Medien leben – gewusst wie!“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich in der Ausgabe „Computerspiele“ mit Fragen nach Lerneffekten sowie Risiken und gibt speziell Empfehlungen für Eltern. Die Initiative klicksafe fasst in der Broschüre „Computerspiele-Tipps für Eltern“, die auch in Türkisch, Russisch und Arabisch verfügbar ist, zentrale Tipps für die sinnvolle Einbindung der digitalen Spiele in den Familienalltag zusammen. Ein weiterer Flyer beantwortet Elternfragen zum Themenfeld „Internet- und Computerspielabhängigkeit“. Diese und weitere Publikationen können unter www.klicksafe.de/materialien heruntergeladen werden. Speziell mit kinderfreundlichen Spiele-Anwendungen setzt sich die Broschüre „Apps sicher nutzen – Mobile Geräte in Kinderhand“ der Stiftung Medienpädagogik Bayern unter www.stiftung-medienpaedagogik-bayern.de/dateien/MedPaed-Brosch-Apps_Gesamt.pdf auseinander. Neben einer Anleitung, wie Sicherheitseinstellungen an den Geräten vorgenommen werden können, gibt es auch eine Übersicht, die erklärt, was Erziehende beachten sollten.

Teil 2: Ausprobieren

Learning by doing. Dieses Motto ist auch bei den vielfältigen Projekten der Landesmedienanstalten Programm. Gerade bei Computer- und Konsolenspielen lohnt sich ein Ausflug in die digitale Welt für Kinder und Erwachsene.

Nur wenn Kinder und Jugendliche eigene Erfahrungen mit Computer- und Konsolenspielen sammeln, können sie lernen, ihr Medienverhalten kritisch zu reflektieren. Doch auch Eltern und Pädagogen entwickeln beim Ausprobieren ein besseres Verständnis von der längst zur Jugendkultur gehörigen digitalen Spielwelt. Die Landesmedienanstalten haben deshalb für diese Zielgruppen einige Angebote zusammengestellt. Auf der Internetseite www.klicksafe.de/quiz gibt es z.B. mit dem Quiz „Bist du ein Computerspiel-Experte?“ der Initiative klicksafe Rätselspaß für die ganze Familie.