Aufgaben und Ziele der Stiftung

Digitale Spiele haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Leitmedium unserer Gesellschaft entwickelt. Sie haben nicht nur einen großen Einfluss als Unterhaltungsprodukte, sondern auch als Technologietreiber, Lernwerkzeuge oder künstlerisches Ausdrucksmittel.

Digitalen Spielen liegt eine Schlüsseltechnologie zu Grunde, die auch für viele andere Bereiche von erheblicher Bedeutung ist (z.B. bei Simulationen in der Produktentwicklung, in der Medizin oder in der schulischen und beruflichen Bildung).

Wie mit jedem Medium sind auch mit digitalen Spielen Chancen und Risiken verbunden. Für Deutschland als einer führenden Industrie- und Kulturnation ist es wichtig, einerseits die großen Chancen digitaler Spiele zu nutzen und andererseits die Risiken zu minimieren. Dazu gehört, das Medium in der Öffentlichkeit objektiv darzustellen und über einen angemessen, nachhaltigen und produktiven Umgang damit aufzuklären. Unsere Arbeit soll auch dazu beitragen die Entwicklung und Produktion kulturell und pädagogisch wertvoller digitaler Spiele in Deutschland zu fördern und die Medienkompetenz der Nutzer zu verbessern. Den stattfindenden digitalen Wandel unserer Gesellschaft wollen wir konstruktiv moderieren.

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die alle Potentiale von digitalen Spielen kennt und nutzt.

Um dieses Ziel zu erreichen, initiieren, unterstützen und fördern wir Projekte aus den vier Bereichen

1. Wirtschaft und Ausbildung
2. Bildung und Erziehung
3. Kunst und Kultur
4. Forschung und Wissenschaft.

Ein hochkarätig besetzter Beirat lenkt unsere Arbeit und sorgt für Unabhängigkeit und Transparenz. Seine vierzehn Mitglieder kommen aus den Bereichen Politik, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur. Aktuell sind unsere drei größten Projekte das Awardbüro des Deutschen Computerspielpreises, Digitale Spielewelten, eine Online-Kompetenzplattform für Medienpädagogik in der digitalen Spielekultur sowie eine Studie zu den Schnittmengen zwischen der Gamesbranche und den Branchen Mobilität und Logistik.

Unsere Stiftung geht auf eine gemeinsame Initiative der Politik und der beiden Verbände der Computerspielewirtschaft BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.) und GAME (Bundesverband der Computerspielindustrie e.V.) zurück. Maßgeblich hierfür waren

  • der Bericht des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vom 24.10.2007 „zur Sicherung eines Zielgruppen gerechten und qualitativ hochwertigen Angebots an interaktiven Unterhaltungsmedien“ an den Deutschen Bundestag (siehe Bundestags-Drucksache 16/7081), der in enger Kooperation mit der Computer- und Videospielbranche erstellt wurde;
  • der Beschluss des Deutschen Bundestages „Wertvolle Computerspiele fördern, Medienkompetenz stärken“ auf Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD vom 14.11.2007 (siehe Bundestags-Drucksache 16/7116) vom 21.02.2008.

Diesen Auftrag hat die Bundesregierung durch die Aufnahme unserer Stiftung in den Koalitionsvertrag „Deutschlands Zukunft gestalten" bekräftigt.

Artikel erschienen am: Dienstag, 28. Mai 2013