New Level - Computerspiele und Literatur @ gamescom congress

Wie auch schon 2013 hat die Stiftung Digitale Spielekultur auch 2014 wieder Teile des gamescom congresses bespielt, dieses Mal jedoch nicht nur mit einem Panel, sondern mit einem eigenen Schwerpunktthema, in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin. Hier gibt es nachträglich noch einmal das Programm zur Einsicht.
Foto by Aruba Events GmbH/ Pervin Inan-Serttas

Rheinsaal, Raum 6:

15.00 Uhr
Wir müssen reden! Auf der Suche nach einem »Drehbuch« für das Erzählen in Computerspielen
Zwischen der Literatur und der Games-Welt klafft eine Lücke, vor allem weil es an einer gemeinsamen Arbeitsbasis fehlt, wie es sie zum Beispiel im Bereich des Films gibt: die Drehbücher. Wie könnten solche »Drehbücher« für Computerspiele aussehen? Wie können literarische Schriftsteller ihre Expertise in Sachen Geschichtenerzählen einbringen – insbesondere auch um die Geschichten, die Computerspiele erzählen, interessanter, kunstvoller, reicher zu gestalten?
Gespräch zwischen Mario Giordano (Autor, Dozent für interaktive Erzählformen) und Grit Schuster (Interaction Designer, Mitglied von Rimini-Protokoll)
Moderation: N.N.

16.00 Uhr
Schreiben mit / über / durch Computerspiele
Führt Rechnen und Programmieren zu neuen literarischen Formen, die vor einigen Jahren noch undenkbar schienen? Wie schreibt man literarisch über Computerspiele? Warum überhaupt über Computerspiele schreiben, wenn man sie doch spielen kann? Warum interessieren sich die Mainstream-Medien so wenig für Computerspiele? Jan Drees (Autor und Journalist) im Gespräch mit dem Kultur- und Medienwissenschaftler Christian Huberts.
Moderation: Christian Schiffer

17.00 Uhr
Spielung, Quartett, erzählte Spiele – Neue »literarische« Formen der Computerspielpräsentation
Wie lassen sich Computerspiele in öffentlichen Veranstaltungen so vorstellen, dass Nicht-Spieler wie Gamer gleichermaßen Spaß und einen Erkenntnisgewinn haben? Dazu hat das ilb zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur neue Formen entwickelt: die »Spielung« (analog zur »Lesung«) und das »Literarische Quartett der Computerspiele«. Eine weitere neue Form der Spiele-Präsentation: das erzählte Computerspiel.
Präsentation mit Peter Tscherne & Benjamin Rostalski (Stiftung Digitale Spielekultur)
Moderation: Thomas Böhm

Konrad-Adenauer-Saal:

18.00 Uhr
Eine Axt für das virtuelle Meer in uns – Die Freiheiten der Literatur und der Computerspiele
Wenn in Dostojewskis »Schuld und Sühne« ein junger Mann zwei alte Frauen erschlägt, um mit deren Geld die Welt zu verbessern, wird dies als Darstellung einer provokanten philosophischen Fragestellung verstanden. Was aber, wenn in einem Computerspiel die Axt geschwungen wird – wie in Wladimir Kaminers Spielentwurf »Je doller dosto jewski: Schuld und Sühne (Egoshooter)«?
Gespräch mit Wladimir Kaminer und Prof. Tanja Witting (Pädagogin, Computerspielexpertin, USK)
Moderation: Christian Schiffer

Artikel erschienen am: Freitag, 08. August 2014